Der Spitz

Standart  Deutscher  Spitze  aller  Varietäten  im  VSNH e .V .

 

(3. Fassung / Deutscher Spitz / 2017) .

umfasst die Varietäten :

 

small Size / Kleine Größe/ Zwergspitz und Kleinspitz
 
(18 cm - 29 cm)
medium Size/ mittlere Größe
Mittelspitz
 
(29 cm - 40 cm)
big Size/ große Größe
Großspitz und Wolfsspitz
(40 cm - 55 cm)

    Small Size     = entspricht nach FCI-Standard Varietät  Zwergspitz und Kleinspitz   

    Medium Size = entspricht nach FCI-Standard Varietät Mittelspitz

    Big Size         = entspricht nach FCI-Standard Großspitz und Wolfsspitz

      

 

Vorbemerkung :

Der Spitz gehört zu den sehr alten Hunderassen, er war in

Mitteleuropa weit verbreitet. Spitze sind also nicht, wie viele

andere Rassen, auf ein bestimmtes Merkmal oder einen

 bestimmten Verwendungszweck hin, aus einer

überschaubaren Population herausgezüchtet worden, sondern

entstammen einer großen, weit gestreuten Population, aus dem

frühen Umfeld der Menschen, hatten aber auch eine größere

Verbreitung als ein sogenannter Landschlag. Ihre Merkmale

haben sich über einen sehr langen Zeitraum entwickelt. Ihr

äußeres Erscheinungsbild war lange Zeit absolut nebensächlich

dies erklärt die große Variationsbreite in Größe, Typ und Fellfarbe.

Diese Variationsbreite im Typ soll erhalten bleiben. Erhalten haben

sie sich den ursprünglichen und funktionalen Körperbau. Spitze

wurden traditionell als Begleit- und Wachhunde gehalten und zeigen

daher eine enge Bindung an ihre Menschen und Behausung,

sowie eine hohe Bereitschaft zu wachen und zu melden. Die

Zurückhaltung gegenüber Unbekanntem ist ihrer Wachhunde-

eigenschaft geschuldet.

 

Rassenmerkmale

Gesamtbild 
Spitze fallen durch ihr dichtes Haarkleid auf. Sie haben Stehohre

und tragen die mittellange Rute auf dem Rücken geringelt.



Wesen
Die Gemeinsamkeit aller Spitze, gleich welcher Größe, ist das

wachsame Wesen, die Zurückhaltung gegenüber unbekannten

Personen sowie die enge Bindung an die Bezugsperson.

Der Deutsche Spitz ist stets aufmerksam, lebhaft und außergewöhn-

lich anhänglich gegenüber seinem Besitzer. Er ist sehr gelehrig und

leicht zu erziehen. Sein Misstrauen Fremden gegenüber und sein

geringer Jagdtrieb machen ihn zum idealen Familienhund. Er ist

weder ängstlich noch aggressiv. Wetterunempfindlichkeit,Robustheit

und Langlebigkeit sind seine hervorragendsten Eigenschaften.

Körperbau
Der Bau des Körpers ist neben dem Wesen das wichtigste

Rassekriterium! Es handelt sich um kompakt gebaute Hunde, das

Verhältnis von Höhe zu Körperlänge verhält sich etwa 1 : 1,1.

Spitze zeichnen sich durch einen eher leichten Körperbau aus, das

Fell kann über diese Tatsache leicht täuschen. Der Rumpf ist nur

mäßig aufgezogen. Der Rücken ist fest und kurz. Die Kruppe

nicht abfallend. Die Extremitäten sind fein und dem Körperverhältnis

entsprechend mittellang. Die Hinterhand ist mäßig bis steil gewinkelt.

Spitze dürfen keine Stellungsfehler zeigen. Die Pfoten sind passend

zu dem leichten Körperbau und erscheinen beim voll im Fell

stehenden Hund klein. Der sehr urtümliche Körperbau aller Spitze

befähigt sie zu raumgreifenden, federnden Gängen und einem hohen

Sprungvermögen. Die mittelange Rute wird üblicherweise

geringelt über dem Rücken getragen und führt im Fell der Kruppe zu

der sogenannten "Liegestelle" oder dem "Nest". Es ist unbedingt

notwendig, dass die Hunde ihre Rute aber auch herabhängend

tragen können!


Kopf
Der Kopf der Spitze ist im Verhältnis zum Körper eher groß.

Die Schädelbasis eher breit, nach vorne zum Fang hin läuft der

Spitzkopf schmaler zu. Der Stop ist ausgeprägt, rundliche Köpfe oder

eine vor gewölbte Stirn sind nicht gewünscht. Der Fang ist im

Verhältnis zum Schädel länger, die Lefzen sind fest anliegend,nicht

überhängend und ohne Falten. Die Backen sind nicht deutlich

ausgeprägt. Der Nasenspiegel der Spitze ist passend zum Kopf,

schwarze Pigmentierung wird gewünscht, bei braunen Hunden braun,

hell gefärbte Spitze dürfen Schneenasen aufweisen. Das eher kleine

Auge muss klar sein, es darf nicht hervorstehend sein, es sollen keine

Tränenspuren zu sehen sein. Die Farbe des Auges ist braun,

bernsteinfarbene und blaue Augen kommen vor. Die Stehohren sind

mittelgroß, es ist darauf zu achten, dass das Ohr nicht zu klein wird.

Der kräftige Hals ist leicht gewölbt und immer ohne Wamme.



Gebiss
Der Spitz soll ein Scherengebiss mit 42 Zähnen vorweisen.

Ein Zangengebiss, welches die natürliche Funktion des Gebisses

nicht beeinträchtigt, ist zulässig. Eine Zange beeinträchtigt die

Funktion dann nicht, wenn zwar die vorderen Zähne (Incisivi) als

Zange erscheinen, von der Seite gesehen aber die Prämolaren

aneinander vorbei, als Schere, schließen (siehe Fehler).

 



Fell
Spitze bestechen durch ihr prächtiges Fell, bei der Zucht und beim

Richten ist darauf zu achten, dass dieses nicht überbewertet wird.

Spitze weisen sowohl bei Rüden als auch bei Hündinnen einen

mähnenartigen Kragen auf, dieser entsteht durch in dieser Region

längeres Deckhaar. Rassetypisch ist die dichte Unterwolle, die das

seidige, mittellange Deckhaar abstehend macht. Wichtig ist es, die

typische Ursprünglichkeit und Pflegeleichtigkeit des Fells zu erhalten.

Das Fell darf weder zu lang noch zu dicht werden, es muss sich an

jeder Stelle bis auf die Haut scheiteln lassen und die Körperkonturen

des Hundes müssen deutlich erkennbar sein. Die typische, nicht

übermäßig große Fellmenge macht die Hunde nicht nur

unempfindlich gegenüber der Witterung, es verhilft dem eher leicht

gebauten und sportlichen Hund zu mehr Präsenz in seiner Funktion

als Wächter des Hofes und des Eigentums seines Besitzers.

Der Kopf, die Ohren und die Läufe sind kurz behaart, die Läufe auch

leicht befedert, die Hinterhand behost, die Rute ist lang befedert.

         



Farben
Grundsätzlich sind alle Farben beim Deutschen Spitz im VSNH e.V.

zugelassen.

Die Grundfarben: Weiß, Braun, Schwarz
Erlaubt in allen Varietäten:
-  Schecken
-  Bei Hunden mit o.g. Grundfarben sind Abzeichen zulässig
-  Weitere Farben z. B.: orange, orange sable, brindle, graugewolkt

(Wolfsspitz), wildfarben (Großspitz)

Vorübergehende Zulassung:
- Hunde mit dem Dilute-Gen, sind von der Zucht nicht

ausgeschlossen, für sie gelten aber besondere Zuchtbestimmungen.

Diese werden ständig den wissenschaftlichen
kynologischen Erkenntnissen angepasst.
Das Dilution-Gen verdünnt jede Fellfarbe. Es ist egal, ob das d-Allel

von einem cream-Hund oder von einem blauen Hund an die

Nachkommen vererbt wird. Der Effekt bleibt immer der gleiche.

Die eigentliche Fellfarbe wird verdünnt. Es ist nicht richtig, das

Dilution-Gen als Blau-Gen zu bezeichnen, da das gleiche

d-Gen, wenn es reinerbig als dd vorliegt, in einem anderen

Hund lilac oder cream bewirkt. 


- Merle und Merle Kombinationen wie Blue Merle

                      sind nicht zugelassen.


Fehler:

  • Knickohr
  • gescheiteltes Fell, lockiges Fell
  • tränende Augen
  • Das Fehlen einzelner Zähne ist aus wissenschaftlicher Sicht
  • tolerabel. Fehlen einem Zuchttier einzelne Zähne, darf es nur
  • mit einem vollzahnigen (Scherengebiss) Partner verpaart
  • werden.
    Die Entscheidung zur Zuchtverwendung obliegt nur einem
  • Zuchtrichter und dem HZW.
  • Mehr als 42 Zähne

Schwere Fehler:

  • Feste Ruten, die nicht mehr herabhängend getragen werden
  • können. Deutliche Stellungsfehler, z.B. Beine nicht gerade, zu
  • weit stehend oder Engstand,
  • X- oder O-beiniger Stand, zu starke Winkelung der Hinterhand
  • gekrümmtes Rückgrat
  • Einhodigkeit ( Kryptorchismus )
  • Wamme
  • Faltenbildung an Körper oder Kopf
  • Fehlen von Prämolar P4 im Oberkiefer, Molar M1 im
  • Unterkiefer, da dies die Reißzähne eines Caniden sind und
  • unabdingbar für die artgerechte Nutzung des Gebisses.
  • Erhebliche Unterschiede von Ober- zu Unterkiefer;
  • Brachygnathia und Prognathie
  • offene Fontanelle
     

Schwere Fehler führen zum Zuchtausschluss. Des Weiteren

gelten die Bestimmungen der Zuchtordnung des VSNH e.V.

 
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